Grauer Star

Katarakt (Grauer Star):

Natürliche Alterungsprozesse und andere Faktoren (z.B. familiär, Verletzung, Diabetes, Augenoperationen) können zu einer Trübung der Linse führen, welche umgangssprachlich als grauer Star bezeichnet wird. Durch die Trübung ist die Sehschärfe und das Kontrastsehen reduziert, zudem werden Farben anders wahrgenommen. Das Sehen ist «nebelig». Die einzige Möglichkeit den grauen Star zu behandeln ist die Operation. Diese ist weltweit einer der häufigsten Eingriffe in der Medizin und hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer sehr sicheren Technik entwickelt, die eine optimale Sehschärfe und einen Gewinn an Lebensqualität ermöglicht.

Standardmethode (Phakoemulsifikation)
Um die Linse absaugen zu können, wird zuerst eine kreisförmige Eröffnung der Linsenkapsel manuell durchgeführt. Die Linse wird dann manuell geteilt und mit Ultraschall zertrümmert und abgesaugt. Die faltbare Kunstlinse wird im jetzt leeren Kapselsack platziert, wo sie ein Leben lang bleibt.

Femtophakoemulsifikation

Lasermethode
Diese moderne Technik wird für einzelne Schritte der Operation eingesetzt. Zuerst wird das Auge auf dem Operationstisch äusserst genau vermessen. Der Laser kann die Eröffnung der Linsenkapsel extrem präzise (rund und perfekt zentriert) durchführen. Die trübe Linse wird mit dem Laser zerteilt, so dass diese dann ohne oder mit weniger Ultraschallenergie, d.h. schonender, abgesaugt werden kann. Im Gegensatz zur Standardmethode, die praktisch immer anwendbar ist, kann der Femtolaser in gewissen Fällen (zu kleine Augen oder zu enge Pupillen) nicht eingesetzt werden. Die extreme Genauigkeit vom Femtolaser kann manuell nicht erreicht werden.

Beide Methoden haben exzellente Resultate. Die Krankenkassen übernehmen zwar die Kosten der Standardoperation, jedoch nicht die Anwendung des Lasers. Bei der Voruntersuchung wird man mit Ihnen besprechen, ob die neuere Lasermethode bei Ihnen sinnvoll ist