Abteilung für Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte

Die Abteilung für Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte befasst sich mit der Diagnostik und der medikamentösen sowie chirurgischen Therapie von Erkrankungen des Glaskörpers, der Netzhaut und der Aderhaut.

In der klinischen Diagnostik liegt der Schwerpunkt bei Erkrankungen der Netzhautmitte (Makula). Hierbei spielt die Diagnostik und Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) und angeborener Netzhaut- und Makuladystrophien eine wichtige Rolle.

Die Fotodokumentation spielt eine zentrale Rolle in der Verlaufsbeurteilung vieler Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte (z.B. Diabetes mellitus). Zudem ist die Fluoreszenzangiographie (Kontrastmittel-Untersuchung) ein wesentliches Standbein in der Diagnostik von Erkrankungen der Netzhaut.

Für die immunologische und molekularbiologische Diagnostik von Augeninnenflüssigkeiten steht uns ein eigenes ophthalmo-immunologisches Labor zur Verfügung. Ferner verfügt die Abteilung über ein Labor für feingewebliche Untersuchungen am Auge (Histopathologie-Labor).

In der Therapie von Erkrankungen der hinteren Augenabschnitte steht die Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration, der diabetischen Retinopathie, peripherer Netzhautdegenerationen und vaskulären Netzhauterkrankungen im Vordergrund. Für diese Erkrankungen stehen sämtliche moderne laserchirurgische und medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung.
In der chirurgischen Therapie steht die Behandlung der Netzhautablösung an erster Stelle, gefolgt von Erkrankungen der Netzhaut-Mitte, insbesondere bei Makulaloch und Membranbildung in der Netzhaut-Mitte. Die chirurgische Behandlung diabetischer Netzhaut-Veränderungen stellt ebenfalls einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Arbeit dar.

Zur klinischen Forschung gehört die Entwicklung und Verbesserung chirurgischer Verfahren insbesondere im Bereich der Netzhaut-Mitte und bei komplexen Netzhautablösungen. Klinisch experimentell liegt der Schwerpunkt der Forschung in der Diagnostik und Therapie von Makuladegenerationen. Darüber hinaus ist ein wissenschaftlicher Schwerpunkt die Spezialdiagnostik bei Netzhauterkrankungen. Dazu zählen die Messung der retinalen Autofluoreszenz, der makulären Pigmentdichte, elektophysiologische Diagnostik und neue bildgebende Verfahren, wie die hochauflösende OCT Technik. Es bestehen zahlreiche internationale Kooperationen.