PRIX RETINA 2018

PD DR. Dr. Marion Munk

Den Prix Retina 2018  geht an PD DR. Dr. Marion Munk.

 

Der diesjährige Prix Retina der Kommission für Vitreoretinale Diagnostik und Krankheiten der Schweizerischen Ophthalmologischen Gesellschaft (SVRG der SOG), unterstützt von der Novartis Pharma Schweiz AG, geht dieses Jahr an PD Dr. Dr. Marion Munk, FMH, FEBO vom Inselspital Bern für ihre Arbeit «The Impact of the Vitreomacular Interface in Neovascular Age-Related Macular Degeneration in a Treat and-Extend Regimen with Exit Strategy.” publiziert in Ophthalmology Retina 2018. Frau Munk und ihre Co-Autoren beschreiben in dieser Arbeit prognostische Faktoren, die einen möglichen Behandlungsstop ohne Rezidiv bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration wahrscheinlicher machen.

 

Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Spätform der AMD, bei der fragile, neugebildete Blutgefässe unter- und in die Netzhaut einwachsen, und dann zu Blutungen und Ödemen in der Makula, dem Sehzentrum des Auges, führen. Dies hat oft schwere Sehbeeinträchtigung zur Folge die zur starker Sehbeeinträchtung  der betroffenen PatientInnen führen können. Therapie der Wahl sind hierbei Medikamente, die den Gefässwachstumfaktor VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) hemmen,  welche mittels ganz feiner Nadeln direkt in das Auge injiziert werden. Da es sich hierbei um eine chronische Erkrankung handelt und das Medikament eher nicht zu einer Heilung, sondern in den meisten Fällen  nur zu einer Stabilisierung der Krankheit führt, muss die Behandlung regelmässig wiederholt werden – zu Beginn alle 4 Wochen. Die Arbeit von Frau Munk und Co-Autoren hat nun aufgezeigt, welche Patienten in längeren Intervallen behandelt werden können und bei welchen Patienten eine Stabilisierung eintreten kann, welche zum Stop der Therapie führen kann. Diese Ergebnisse helfen, die Belastung für die Patienten und das Risiko oft wiederholter Injektionen ins Auge zu reduzieren. 

PRIX RETINA 2018